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EU erwägt Verbot der Ferkelkastration

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Datum: 21.02.2007, 10:42 Uhr



BR√úSSEL - Die Europ√§ische Kommission denkt √ľber ein Verbot der Ferkelkastration nach. Im Rahmen eines Workshops verst√§ndigte sich die Kommission mit den Veterin√§rexperten der EU-Mitgliedsl√§ndern und den betroffenen Interessenverb√§nden darauf, die Beendigung der Ferkelkastration auf ihre Machbarkeit hin zu pr√ľfen. Das berichtet der Agrarpressedienst Agra-Europe.


Unter die Lupe genommen werden sollen die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen einer solchen Ma√ünahme sowie die Folgen f√ľr die Umwelt und den Tierschutz. Ohne Bet√§ubung bereite die Kastrierung den Ferkeln Schmerzen, und selbst mit Bet√§ubung erh√∂he die Entfernung der Hoden das Infektionsrisiko, verringere die Wachstumsraten und verschlechtere die Futterverwertung, hei√üt es in den Schlussfolgerungen des Workshops. Daher sollten Alternativen auf ihre Vor- und Nachteile untersucht werden, und zwar mit Blick auf den Tierschutz, die Akzeptanz bei den Konsumenten, die Lebensmittelsicherheit, die Umsetzbarkeit und die wirtschaftlichen Auswirkungen.

In einer wissenschaftlichen Stellungnahme aus dem Jahr 2004 hatte die Europ√§ische Beh√∂rde f√ľr Lebensmittelsicherheit (EBLS) vier Alternativen zur bet√§ubungslosen Kastration aufgezeigt, n√§mlich den Einsatz von Narkotika, das Spermasexing, die Immunokastration und das Aufsp√ľren des Ebergeruchs im Schlachthof. Derzeit d√ľrfen Ferkel in der Europ√§ischen Union bis zu ihrem siebten Lebenstag ohne Bet√§ubung kastriert werden.



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