Tier Rechts Bund

Kennzeichnung kann Tierschutz verbessern

Beitršge / Presse- Infos zum Tierrecht & Tierschutz
Datum: 02.04.2007, 08:48 Uhr

Einfache und verständliche Kennzeichnung soll Verbraucher auf tiergerecht produzierte Lebensmittel aufmerksam machen.

Zu diesem Ergebnis kam die Tierschutzkonferenz, die heute in Br√ľssel im Rahmen der deutschen Ratspr√§sidentschaft in Zusammenarbeit mit dem Europ√§ischen Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) und der EU-Kommission stattfand. Die Veranstaltung startete eine offene Diskussion mit den Wirtschaftsbeteiligten entlang der Lebensmittelkette, mit Verbraucher- und Tierschutzverb√§nden sowie Vertretern der Wissenschaft und Beh√∂rden. Dabei wurden bisher bekannte Kennzeichnungen, z.B. f√ľr die Eier- und √Ėkokennzeichnung, dargestellt sowie Vor- und Nachteile beschrieben.



„Wir haben das Ziel, den Tierschutz zu verbessern und den Verbraucherinnen und Verbrauchern eine einfache und verst√§ndliche Kennzeichnung an die Hand zu geben. Das muss ohne neuen b√ľrokratischen Aufwand erfolgen. Von der Milch √ľber Eier bis hin zu Fleisch k√∂nnte diese Kennzeichnung unsere B√ľrger wirkungsvoll bei ihrer Kaufentscheidung unterst√ľtzten“, betonte Horst Seehofer, Bundesminister f√ľr Ern√§hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz heute in Br√ľssel.

Kommissar Markos Kyprianou sagte: „Die j√ľngste Eurobarometer-Umfrage zeigte, dass 62% der Europ√§er bereit sind, ihr Kaufverhalten zugunsten tiergerecht produzierter Lebensmittel zu ver√§ndern. Die Umfrage ergab dar√ľber hinaus, dass 54% der Befragten es schwierig finden, geeignete Informationen √ľber die bei der Lebensmittelherstellung angewandten Tierschutzkennzeichnungsstandards zu erhalten. Ich bin √ľberzeugt davon, dass ein hoher Tierschutzstandard den europ√§ischen Produzenten einen Wettbewerbsvorteil bietet, und die Kommission ist bereit, sie beim Nutzen dieses Vorteils durch eine verbesserte Kennzeichnung zu unterst√ľtzen. Die Kommission analysiert derzeit die M√∂glichkeiten, die eine Kennzeichnung hinsichtlich der Verbesserung des Tierschutzes bietet, und auf der heutigen Konferenz wurden viele Ideen eingebracht, die wir bei unserer weiteren Arbeit ber√ľcksichtigen werden.“

Alexander Graf von Schwerin, Vize-Pr√§sident des EWSA, betonte dass die europ√§ische √Ėffentlichkeit Tierschutzanliegen immer st√§rker wahrnimmt und dass der EWSA als Vertreter der organisierten Zivilgesellschaft den klaren Auftrag hat, Initiativen in diesem Bereich zu f√∂rdern. Dabei ist es wichtig, den Tierschutz auch au√üerhalb der EU zuf√∂rdern, damit die europ√§ischen Standards nicht durch billige Importe unterminiert werden.

Im Laufe der Konferenz wurden M√∂glichkeiten und Grenzen einer Kennzeichnung tiergerechter Haltungsformen aufgezeigt und von verschiedenen Seiten beleuchtet. Sowohl unter Aspekten der Wirtschaftlichkeit als auch des Tierschutzes k√∂nnen Vorteile f√ľr das Wohlbefinden der Tiere abgeleitet werden.

Nach diesem ersten international besetzten Diskussionsforum kann festgestellt werden, dass sowohl im Binnenmarkt als auch international M√∂glichkeiten f√ľr eine Verbesserung des Tierschutzes durch Kennzeichnung von Haltungsformen auf Erzeugnissen tierischen Ursprungs bestehen. Voraussetzung daf√ľr sind einheitliche Kriterien, die festgelegt werden m√ľssen.

Die Diskussion fand in den R√§umlichkeiten des Europ√§ischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA) statt. Der EWSA hatte bereits im Vorfeld eine ausf√ľhrliche Stellungnahme zu der Frage der Tierschutzkennzeichnung vorbereitet, die unter www.bmelv.de eingesehen werden kann.

Die Veranstaltung war mit √ľber 270 Teilnehmern ausgebucht.Quelle: Bundesministerium f√ľr Ern√§hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz




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